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Gnadenbild
DIE WALLFAHRT "MARIA, HEIL DER KRANKEN"
Um 1600 gehörte die salzburgisch-erzbischöfliche Herrschaft Arnsdorf zu den wenigen katholischen "Inseln" in einer protestantisch gesinnten Gegend. Ihr Verwalter Matthäus Häring amtierte im stattlichen Langeggerhof. Als seine Tochter 1604 schwer erkrankte, gelobte er vor einem Marienbild, eine Kapelle zu bauen, wenn sein Kind genesen sollte. Im folgenden Jahr löste er sein Gelöbnis ein und stellte das Marienbild zur öffentlichen Verehrung auf. Es wurde bald häufig von Wallfahrern besucht.

Zur Zeit der Gegenreformation wurde die Langegger Wallfahrt von den Habsburgern gefördert. Hochgestellte Persönlichkeiten bedachten sie mit Schenkungen, nicht zuletzt auch, um ihre Loyalität zum Kaiserhaus zu demonstrieren. 1631 wurde eine kleine Kirche eingeweiht. Auf Empfehlung Kaiser Ferdinand III. kamen 1645 die Serviten nach Langegg, die bald mit der Errichtung einer Klosteranlage begannen. 1654 wurde der Westflügel des Klosters errichtet, 1682 folgte der Nord-, 1733 der Südtrakt. 1773 vollendete Baumeister Michael Ehmann die neue Kirche. Ihre malerische Ausstattung stammt großteils von Josef Adam Mölk (1714-1794).

In den Pestjahren 1630, 1634, 1646-50, 1679-81 und 1714 wurde "Maria, Heil der Kranken" zu einer der bedeutendsten Pestwallfahrten des Landes. Auch im 18. Jahrhundert florierte die Wallfahrt. Als Höhepunkt gilt das Jahr 1739 mit 39.000 Wallfahrern.

Unter Kaiser Joseph II. wurde Langegg 1783 mit Ortschaften der Pfarren Arnsdorf und Gansbach eine selbständige Ordenspfarre und den Serviten übertragen. Die Wallfahrt wurde verboten, lebte aber bald wieder auf. Im Jahr 1913 zählte man 12.000 Kommunionempfänger, darunter 90 geschlossene Prozessionen.

1974 verließen die Serviten Maria Langegg und übergaben die Pfarre der Diözese St. Pölten. Das Klostergebäude diente 1980-1990 als Haushaltungsschule der Englischen Fräulein, dann als Bildungshaus der Diözese und ab 1993 als Niederlassung der Gemeinschaft der Seligpreisungen.